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Unser Schulabschlusskurs während der Corona-Pandemie

Die VHS Frechen bietet seit vielen Jahren einen integrierten Schulabschlusskurs an, in dem die Hauptschulabschlüsse nach Klasse 9 und 10 sowie der mittlere Schulabschluss, den meisten eher bekannt unter  „Mittlere Reife“, erworben werden können.

  • Der Kurs gliedert sich in 4 Lehrgangsabschnitte und dauert knapp 18 Monate.
  • Sechs Lehrkräfte unterrichten die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik, Biologie, Gesellschaftslehre (Politik, Geschichte und Wirtschaft) und Informationstechnische Grundbildung mit möglichem Abschluss der e-Card-Prüfung.
  • Die Schülerinnen und Schüler des Kurses sind altersgemischt, aber nicht mehr schulpflichtig.
  • Der Unterricht findet an fünf Tagen in der Woche abends von 18.00 Uhr bis 21.15 Uhr statt. Berufstätige und Menschen mit Familie haben so die Möglichkeit, am Kurs teilzunehmen.
  • Hausaufgaben und das Lernen für Klausuren müssen zusätzlich erledigt werden.
  • Der aktuelle Schulabschlusslehrgang hat im Januar 2020 begonnen und endet im Juli 2021 mit dem Mittleren Schulabschluss
  • Die VHS bietet fortlaufend eine Beratung für Interessentinnen und Interessenten an – derzeit telefonisch oder per E-Mail

Die Schülerinnen und Schüler bringen vielfältige Erfahrungen aus ihrem Schul- und Alltagsleben mit. Die Mischung des Alters macht das Miteinander lebendig und interessant. Verschiedenste Erfahrungen und Lebenssituationen bereichern dabei den Austausch. Die Ziele für die Zeit nach dem Schulabschluss sind sehr unterschiedlich. Davon profitieren alle, da sie den Blick für verschiedene Möglichkeiten, das eigene Leben zu gestalten, aufzeigen.

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Trotz Pandemie auf digitalem Weg zum Erfolg! – Ein Einblick in den Pandemie- Alltag des Schulabschlusskurses an der VHS Frechen

Im Januar 2020 starteten 19 Schülerinnen und Schüler ihren Kurs zum Nachholen des Schulabschlusses. An fünf Abenden pro Woche die Schulbank zu drücken und das Lernen mit den anderen Verpflichtungen im eigenen Leben unter einen Hut zu bringen, ist schon unter normalen Bedingungen kein Zuckerschlecken. Im März 2020 kam dann auf die Lehrkräfte und Schüler/innen eine völlig neue Situation zu. Von März bis Mai 2020 und ab dem 16.Dezember 2020 durfte auf Grund der Corona-Pandemie nicht in Präsenz unterrichtet werden.

Eine Herausforderung, die im Frühjahr alle zunächst überraschte. Von der Präsenz zu digitalem Lernen überzugehen, war nicht ohne Holpern möglich, da bislang keine digitale Infrastruktur etabliert war und viele Schülerinnen und Schüler ausschließlich über ihre Handys digital unterwegs sind. Es war für die Lehrkräfte nicht leicht, sie digital zu erreichen, zur Mitarbeit zu motivieren und mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Es war außerdem äußerst schwierig, auf dem Weg von E-Mails neue Unterrichtsinhalte zu vermitteln. Der Fokus in dieser ersten Zeit des Lockdowns, in der in allen Schulformen ausprobiert und getestet wurde, lag dann letztendlich darauf, bereits Erlerntes durch Wiederholen und Üben zu festigen.

Im Dezember 2020 waren dann alle Beteiligten schon ganz anders auf das digitale Lernen vorbereitet. Die Lehrkräfte nutzen die Präsenzzeit zwischen den beiden Lockdowns, um mit den Schülerinnen und Schülern digitale Tools wie die vhs.cloud und Zoom kennen zu lernen und den Umgang damit einzuüben.

Und wie sieht der neue digitale Alltag im Schulabschlusskurs aus? Die Arbeitsweise ist nun ganz anders als noch im Frühjahr. Jeder Wochentag ist von 18.00 bis 21.15 Uhr für ein Unterrichtsfach belegt. In dieser Zeit finden Online- Meetings auf unterschiedlichen Plattformen statt. In „digitaler Präsenz“ können neue Unterrichtsinhalte erfolgreich vermittelt werden, die Schülerinnen und Schüler können über Schwierigkeiten mit dem Lernstoff sprechen, Fragen stellen, die Lehrkräfte können erklären und helfen. Arbeitsblätter werden über das „Screensharing“ angezeigt und bearbeitet, die Lösungen können verglichen und besprochen werden.

Es gibt Unterrichtssituationen, in denen die Lehrkräfte mit vorab erstellten Arbeitsblättern nicht flexibel genug auf spontane Fragen der Schüler/innen reagieren können. So entstanden kreative Lösungen, bei denen nun die Stärken der digitalen und analogen Materialien zusammenwirken können. Mit Hilfe von Whiteboards, Flipcharts oder kleinen Tafeln wurden je nach Fragestellung spontan Lösungen entwickelt. Neben dem „digitalen Präsenzunterricht“ erhalten die Schülerinnen und Schüler weiterhin Aufgabenblätter zum Üben als Hausaufgaben. Diese werden entweder von den Lehrkräften korrigiert und zur Verbesserung zurückgeschickt oder sie dienen als Eigenkontrolle, um sicherzustellen, dass neue Lerninhalte verstanden wurden und angewendet werden können.

Der tolle Einsatz der Lehrkräfte für ihre Klasse und die digitalen Tools ermöglichen so, dass auch in digitaler Form ein reger Austausch zwischen den Lehrkräften und der Klasse stattfindet und die Unterrichtsinhalte zeitgerecht vermittelt werden können. Und so arbeiten alle auf das gemeinsame Ziel hin: die Schülerinnen und Schüler gut auf ihre Prüfungen für den mittleren Schulabschluss im Juni 2021 vorzubereiten. Und auch wenn der Weg jetzt wieder in Präsenzform weitergeht, alle Beteiligten haben in der Onlinephase viel gelernt und die Zeit sehr gut genutzt!

Frechen, 12.3.2021

Autorinnen: Dagmar Franken und Antje Laacks